Bilder Tag 7 Von Ulvik nach Vrådal

Der Tag begann wie der letzte aufhörte, blauer Himmel, ein paar Wolken, schön warm und wieder ein Kreuzfahrschiff vor der Tür, die Aussicht aus dem Zimmer gewohnt phantastisch. Nach dem ausgiebigem Frühstück machten wir uns dann auf den Weg, unser Ziel erst mal die Fähre nach Kinsarvik. Der Weg dahin war im ersten Teil schon bekannt, wieder die schöne Strecke die wir Tags zuvor schon nach Voss genommen hatten und wo ich mir wahrscheinlich mein Flexrohr endgültig gehimmelt habe. Na ja, war ja schon einen Monat alt. An der Fähre war nichts los, wir waren die ersten, etwas früh aber lieber zu früh als zu spät, die Fähre fährt nur ein paarmal am Tag. Auf der Fähre wurde es dann immer frischer je näher wir an Kinsarvik kamen, das Wetter wurde schlechter. Allerdings bot die Fährüberfahrt noch ein paar wunderschöne Ausblicke ins Hardangerfjord, auf dem Weg kamen wir dann auch noch in Utne vorbei, wo das älteste Hotel Norwegens zu finden ist. Klein aber fein ist es direkt gegenüber vom Fähranleger zu finden. Was mich sehr erstaunt hat in der Gegend waren die Massen an Obstbäumen an den Hängen. Scheinbar ist es da durch das Fjord doch ziemlich warm, müsste im Frühjahr wenn die Obstbäume blühen klasse aussehen.
Von Kinsarvik aus geht dann weiter Richtung Süden, vorbei wieder mal an unzähligen kleinen und großen Wasserfällen und es ging auch immer höher. Sprich die Bäume wurden weniger und waren dann mal ganz weg, dafür wurde es kälter und der Schnee war auch wieder da. Und plötzlich mitten im Nichts ein Stau. Obwohl eigentlich auf der Strasse recht wenig los ist, ein Stau auf 1100m Seehöhe. Wie sich dann herausstellte, war ein Tunnel noch nicht fertig und die Route über die alte Strasse war etwas schmal, so daß das ganze per Blockabfertigung gehandhabt wurde. War schon lustig, teilweise links und rechts der Strasse 3-4m hohe Schneewände, dazwischen unsere kleinen Autos. Das Problem bei der ganzen Geschichte: uns ging der Sprit aus. Laut Navi wars bis zur nächsten Tankstelle 30km – zurück. Und 45 km in Fahrtrichtung. Bei mir war das Reservelämpchen schon an, die anderen waren auch schon ziemlich leer, so daß wir auf alle Fälle die ersten Tankstelle stürmen würden. Das war dann auch die nach 45km, was auch ganz praktisch war denn da fings auch an zu regnen, Zeit das Dach zuzumachen. Die restliche Strecke war dann in etwa so wie die Strecke am ersten Tag, Wald und naß, so daß wir froh waren als wir in Vrådal ankamen. Das Hotel, na ja, im Nachhinein würde ich sagen fast das schlechteste auf der ganzen Tour – nach der „Kabine“ der StenaLine, aber es reichte. Geregnet hats natürlich wieder die ganze Nacht durch.