Bilder Tag 5 Von Geilo nach Ulvik

Der Tag begann wie der letzte endete, mit Regen. Nach dem Frühstück hiess es erst mal tanken, denn Tankstellen sind hier schon recht rar und jeder Reiseführer empfiehlt, bei jeder Tankstelle die man findet zu tanken. Die erste Tankstelle die unsere Führer ansteuerten war allerdings eine Automatentankstelle – Bedienungsanleitung natürlich in norwegisch. Also abgehakt, nicht weit weg findet sich eine Esso-Tankstelle. Der Liter Superbenzin, 95 Oktan für schlappe 12,53 Kronen, rund 1,69 Euro… Na ja, aber wir wussten ja, daß es „da oben“ etwas teurer ist.
Nach dem Tanken gings dann erst mal geschlossen weiter in Richtung Hardanger Hochebene. Da es allerdings immer schöner wurde – sprich es hörte auf zu regnen, beschlossen Marion und ich mal kurz stehenzubleiben um das Dach aufzumachen. Die Holländer konntens wieder nicht so ganz verstehen, allerdings holten wir sie recht bald ein an einem wunderschön gelegenen Parkplatz, wo sich dann fast alle auch zum Offenfahren entschlossen. Fast alle deswegen, es war schon etwas arg frisch, aber es gibt nur falsche Kleidung für sowas 8) . Auf diesem Parkplatz schoss ich dann auch eines meiner Lieblingsfotos. Die Stimmung da oben kommt auf diesem Bild richtig gut rüber, es war schweinekalt aber trotzdem wunderschön da oben! Ich wär gerne länger geblieben, aber wir hatten ja noch einiges vor uns, also weiter. Links und rechts der Strasse lag immer mehr Schnee, die Schneepfosten die bei uns gerade mal 2m hoch sind, sind da mindestens 5m hoch… Ab und an liess sich auch ein Stück blauen Himmels sehen, aber wie üblich nur kurz. Als es dann wieder dran ging von der Hochebene jenseits der Baumgrenze nach unten zu fahren, wurde es schön neblig, wir fuhren durch die Wolken durch. Die Suppe wurde immer dicker, ab und an war die Sichtweite unter 20m und es war kalt – richtig kalt diesmal, weil auch noch so feucht. Egal, da müssen wir durch. Die Suppe war auch bald wieder überstanden und da war dann auch schon unser nächster Programmpunkt erreicht: Der Voringsfossen, einer der höchsten Wasserfälle Europas. Erst mal fürs Parken 30 Kronen gelöhnt, der Fußweg zum Wasserfall ist nicht weit. Hier stürzt das Wasser 300m in mehreren Kaskaden die Tiefe, die letzte Kaskade ist 182m hoch. Einfach nur klasse und der Ausblick von oben auf dem Wasserfall unvergleichlich. Selbst für mich mit Höhenangst, die ich aber irgendwie bei dem Anblick vollkommen vergass, wenn ich allerdings dieses Bild anschaue, wird mir immer noch etwas schwindlig…
Nachdem wir uns im örtlichen Hotel etwas gestärkt hatten, gings weiter – runter zum Eidfjord, zum Naturcenter Hardangervidda. Dort gabs dann erst mal was zu essen und dann besichtigten wir das Naturcenter, welches eine Menge Infos zum Fjord, der Natur und den Einfluss des Menschens auf die Natur zeigt. Im Panoramakino wird ein wunderschöner Film gezeigt, eine Reise zu Fjorden, Bergen und Wasserfällen, wirklich sehenswert.
Am späten Nachmittag gings dann zur letzten Etappe nach Ulvik. Erst mal mit der Fähre von Brimnes nach Bruravik, dann weiter am Fjord entlang zum Hotel nach Ulvik. Und das Hotel in Ulvik ist klasse. Das Rica Brakanes Hotel liegt direkt am Fjord und wir bekamen alle ein Zimmer mit Blick auf den Fjord. Wunderschön! Ok, das Hotel ist 120 Jahre alt was man ab und an sehr merkte, die Betten schätze ich auf 150 Jahre, aber der Ausblick aus dem Zimmer macht alles wieder wett. Abendessen war auch nicht schlecht, Buffet, aber lange nicht so gemütlich wie in Geilo, logisch, hier waren auch 10x mehr Leute untergebracht, das Hotel ist ja riesig… Da es aufklarte und sogar blauer Himmel zu sehen war, setzten wir uns nach dem Abendessen noch nach draussen, es war ja schön hell. Ja, es blieb auch schön hell, auch um 22 Uhr abends wars heute heller als in den letzten Tagen tagsüber, die Mitternachtssonne machts möglich. Da vergisst man echt die Zeit, irgendwann um Mitternacht sind wir dann doch noch ins Bett.