Bilder Tag 4 Von Geilo nach Flåm und zurück

Heute stand „Norway in a Nutshell“ auf dem Programm. Also erst mal früh aufstehen, bis Flåm sinds zwar „nur“ 120km, aber wir haben ja gestern gelernt daß 120km hier in Norwegen nicht das gleiche sind wie in Deutschland. Etwas über 2 Stunden braucht man schon hat man uns gesagt und da wir ein festes Ziel haben, die Flåmsbahn fährt um 10:30 Uhr ab, mit oder ohne uns, sind wir kurz nach 8 Uhr von Geilo los. Natürlich bei Regen, wie sollte es anders sein. Aber auch bei Regen war die Strecke recht schön, geteert netterweise, wenn auch ab und an etwas holprig. Wir kamen sehr pünktlich an, so daß für unsere holländischen Kaffeetanten noch Zeit war für ein Käffchen bevor es dann los ging auf die steilste Eisenbahnstrecke der Welt. Der Zug ist ein ganz normaler Zug, keine Zahnradbahn oder so, bewältigt aber auf einer Strecke von 20km 863m Höhenunterschied, weswegen die Loks auch mit diversen Bremssystemen ausgestattet sind für den Fall der Fälle. Die Fahrt geht auch eher gemächlich zugange, mit phantastischen Ausblicken. Am Kjossfoss, einem mächtigen Wasserfall, wird auch ein kurzer Fotostop zum Aussteigen eingelegt. sowohl beim Rauf- als auch beim Runterfahren von Myrdal. Ja, kaum oben in Myrdal angekommen gings 15 Mins später auch wieder zurück. Neben unzähligen Wasserfällen lies sich auch ab und an mal die Sonne blicken, war aber meist nur ein kurzes Gastspiel. Zurück in Flåm gings weiter zum nächsten Programmpunkt, einer Bootstour durchs Fjord, zum Boot nach Gudvangen sollte uns ein eigener Bus bringen. Nur wo war der? Nach einiger Sucherei und Fragerei haben wir dann Bus samt Fahrer doch noch gefunden, so daß es weiter nach Gudvangen ging – durch zwei elend lange Tunnel. In Gudvangen dann rauf aufs Schiff – welches nur für unsere Gruppe da war – und los gings. Es war kalt, saukalt um genau zu sein, aber es regnete nicht mehr so daß wir es uns alle auf dem Sonnendeck bequem machten. Da sieht man auch am meisten und der Ausblick war einfach nur grandios. Noch schöner wäre es mit Sonne gewesen, aber man kann nicht alles haben, ich war hin und weg – auch wenns wirklich kalt war. Aber an Bord gabs ja auch Verpflegung zu ordentlichen Preisen, die Holländer stürzten sich gleich aufs Bier, Marion und ich gönnten uns ein Stück hausgemachten Kuchen, Stück ein Euro oder 10 Kronen, merkwürdiger Kurs, aber der Kuchen wars wert, superlecker. Später legten Marion und ich noch eine Teatime ein, Tasse Tee 10 Kronen, auch ok, wir werden später in Oslo feststellen, daß das quasi geschenkt war.

Nach etwas über 1 1/2 Stunden waren wir dann wieder zurück in Flåm. ich war noch ganz erschlagen von der Fahrt, weil man so viel sieht und es mir teilweise echt anstregend vorkam, man wird von den Eindrücken fast erschlagen. Trotzdem, schön, würde ich gerne wiederholen, allerdings dann echt mit Sonne, das fehlte schon etwas.
Zurück bei den Autos begann ich erst einmal, das Dach zu öffnen – und erntete etwas verständnislose Blicke von unseren Mitfahrern. „Es regnet doch“ bekam ich zu hören, aber die paar Tröpferl bringen keinen um und solange man fährt wird man kaum naß. Also wir alle los zurück nach Geile, bis auf uns alle geschlossen. Prompt auch gleich vor einem Tunnel eine Ampel und zugleich leichter Regen. Von sowas lasse ich mich nicht beirren, ich steige aus – alle glauben jetzt mach ich wieder zu – Kofferaum auf und Schirm rausgeholt. Den aufgespannt und als die Ampel grün wurde, den wieder eingepackt und wir blieben trocken. Unterwegs dann endlich mal einige Bilder gemacht, allerdings wars wirklich ab und an richtig naß. Als wir dann einmal Pause machten – die hatten wieder Schirm statt Dach drauf – wollte mir keiner glauben daß wir da nicht naß geworden sind. Aber wir fahren weiter offen, will ja schliesslich was davon haben. Nur mussten wir dann 30km vor Geilo einsehen, daß es irgendwann nicht mehr ging, es schüttete was geht so daß wir mal schnell zu machen mussten. Nur dieser kurze Stop zum Dach zumachen reichte um alles naß zu machen was vorher trocken war… Aber dank Klimanlage reichten die letzten 30km bis zum Hotel um zu trocknen. Und im Hotel wollte ich dann erst mal eine heisse Dusche 8)

Abends gabs dann noch lecker essen, diesmal allerdings ein 3 Gänge Menü, kein Buffet. War aber lecker, als Vorspeise Krabbencocktail auf geröstetem Toast, dann Lammhaxe und als Dessert Blaubeereis und ein Stück Schokoladenkuchen. Marion meinte erst, etwas klein die Nachspeise, aber der Schokoladenkuchen dichtet den Magen in alle Richtungen perfekt ab, da hat man danach keinen Hunger mehr. Der Abend wurde nicht arg lang, wir waren alle etwas erledigt, die Fahrerei schlaucht doch etwas…